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Wie vielleicht bekannt, kamen unsere Vorfahren (der Familien Geißelsöder) aus Oberösterreich, wahrscheinlich aus dem sog. “Ländlein ob der Enns” (nördlich von Linz), dem heutigen Mühlviertel.
Erstmals tauchen diese Menschen in deutschen Kirchenbüchern gegen Ende des 30 jährigen Krieges auf, der Name “Gasselseder” etwa ab 1640-50. In den meisten Quellen werden sie als “Exulanten” (Glaubensflüchtlinge) bezeichnet. Ab 1625 nämlich wurde in Österreich die Gegenreformation mit Gewalt durchgeführt. Wer dem evangelischen Glauben nicht abschwören wollte, musste das Land verlassen, sein Besitz fiel an die Obrigkeit. Vor die Wahl gestellt zwischen Übertritt und Auswanderung, entschieden sich viele dafür, alles zu verlassen und ihrem evangelischen Glauben treu zu bleiben. Ob alle ausgewanderten Familien ihre Heimat nur des Glaubens willen verliessen, wird immer wieder diskutiert. Durch den 30 jährigen Krieg und der im Gefolge einhergehenden - in der Auswirkung noch katastrophaleren - Pest, waren in Deutschland teilweise ganze Ortschaften verödet. Es ist deshalb auch vorstellbar, dass, nachdem sich herumgesprochen hatte dass in Deutschland viele Gehöfte leer standen, der Ruf der ersten Auswanderer weitere Familien nachgezogen hat. Ungeachtet dessen waren diese Einwanderer der deutschen Obrigkeit nicht unwillkommen. Durch den Wiederaufbau und den daraus resultierenden Abgaben (dem Zehent) waren sie schliesslich potentielle Steuerzahler !
Nach meinen bisherigen Erkenntnissen dürften sich die ersten meiner eigenen Vorfahren im Gebiet um Windsbach bei Ansbach niedergelassen haben. Sie haben sich im Lauf der Jahrhunderte relativ wenig zerstreut, so dass der grösste Teil unserer Namensträger weiterhin in Franken zu finden ist.
Die Schreibweise unseres Namens variierte allerdings stark. Was nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass die Schreibfertigkeit bei den einfachen Arbeitern und Bauern nicht hoch entwickelt war und die österreichische Aussprache für die Ohren der fränkischen Schreiber fremd klang. So wurden die Namen häufig dem Klang nach niedergeschrieben.
Hier nur ein paar Beispiele dieses “Themas mit Variationen”:
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